Erst links, dann rechts – jetzt müsste Christian Warnat Lotto spielen

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Erst links, dann rechts – jetzt müsste Christian Warnat Lotto spielen

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Am Tag nach dem 0:5 gegen SV Rödinghausen II war wenigstens einer beim Westfalenligisten Spvgg. Erkenschwick schon wieder zum Scherzen aufgelegt. Zumindest ein bisschen…
Als Christian Warnat am Sonntag das Spielfeld verlassen musste, war noch nicht abzusehen, wie dicke es seine Mannschaft erwischen würde. 24 Minuten waren erst gespielt, als der Außenspieler am Strafraum mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden ging und sich die Hand hielt. Was war geschehen?

Foto: Christian Warnat beim Kopfball. Sekunden später ist für den Erkenschwicker Außenspieler die Partie vorbei, der kleine Finger an der rechten Hand hatte sich im Trikot des Gegenspielers verhakt. © Olaf Krimpmann 

Warnat war bei einem Kopfball mit dem kleinen Finger am Trikot des Gegners hängen geblieben. Kurios: Erst am Mittwoch im Westfalenpokal bei Preußen Münster war dem 26-jährigen Marler das Gleiche unterlaufen. Nur: In Münster war es der rechte Finger, der lädiert war. Gegen Rödinghausen nun der linke. „Ich glaube, die Chance im Lotto zu gewinnen, ist größer, als sich binnen vier Tagen in einem Fußballspiel zweimal die gleiche Verletzung an zwei verschiedenen Fingern zuzuziehen“, schmunzelt Warnat.

„Wir müssen ackern, der Gegner den Ball nur reinschieben“
Der hatte sich zur Untersuchung und Behandlung in der Paracelsus-Klinik in Marl befunden, als bei seiner Mannschaft wieder die Dämme brachen. Rödinghausen erzielte nach seiner Auswechslung noch drei Tore ohne sich dafür sonderlich strecken zu müssen. „Das zieht sich doch durch die ganze Saison“, sagt Christian Warnat. „Wir müssen immer ackern, um zu Chancen zu kommen, der Gegner braucht den Ball meist nur reinzuschieben.“

Mit 32 Gegentoren weist die Spvgg. in der Westfalenliga eine Bilanz auf, die der eines Abstiegskandidaten gleicht. Nur Theesen, Neuenkirchen, Tengern und Fichte Bielefeld haben mehr Tore kassiert. Wobei es ausgerechnet das Spiel in Fichte Bielefeld (2:3) war, das das Ende der Erfolgsserie einläutete. „Der Run, den wir hatten, ist vorbei“, hat auch Christian Warnat erkannt.

Mannschaft sehnt die Winterpause herbei
Dessen Wunsch: Am Sonntag im letzten Spiel des Jahres in Delbrück irgendwie was holen, dann regenerieren und eine vernünftige, verletzungsfreie Vorbereitung hinlegen. Er selbst ist in dieser Saison „nie zu einhundert Prozent in die Gänge gekommen“, wie der Marler einräumt. Immer wieder warfen ihn leichte und mittelschwere Blessuren zurück. Dass Warnat jetzt für Delbrück mit zwei gebrochenen Fingern ausfällt, toppt die persönliche Schreckensbilanz noch.

„Viele sind nach den vielen Spielen müde“, hat Warnat dazu erkannt. Umso wichtiger sei jetzt die Winterpause: „In Delbrück noch einmal alles raushauen, dann einfach nur regenerieren“, nur das könne das Ziel jetzt sein. Und darauf hinarbeiten, 2022 eine neue Serie zu starten.

Quelle: Olaf Krimpmann / Stimberg-Zeitung