Keine Verletzten im Eiskeller von Hochlar – und einer ist weg

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Keine Verletzten im Eiskeller von Hochlar – und einer ist weg

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Die Spvgg. Erkenschwick hat ihr erstes Testspiel im „Eiskeller“ in Hochlar erfolgreich beendet (2:0). Alle Spieler waren aber nicht dabei – und einer wird in Zukunft gar nicht mehr für Schwarz und Rot auflaufen.
Runden zu drehen, während die Startelf spielt, macht für die Bankspieler selten Spaß. Am Montagabend liefen die Kicker, die erst später eingewechselt werden sollten, mit einiger Freude rund ums nagelneue Kunstrasengeläuf in Hochlar. Es war ziemlich schattig an diesem Abend, und nicht wenige beklagten, dass die Kunsthalme spätestens in Halbzeit zwei gar nicht mehr zu bespielen waren – wegen Eisglätte. Da tat ein wenig Bewegung gut.

Trainer David Sawatzki hatte ausreichend Gelegenheit zu wechseln, auch wenn Christian Warnat nach seiner hartnäckigen Fingerverletzung, die sich der Außenspieler vor der Winterpause zugezogen hat, nur in Laufschuhen dabei war. Finn Wortmann weilte noch im Urlaub, Dzenan Pilica war aus privaten Gründen nicht dabei.

Und dann fehlte noch einer, es war der ehemalige Kapitän. Der musste jetzt seinen Abschied vom Stimberg einreichen. Hakan Gökdemir wird sich in der Winterpause wohl einem neuen Klub anschließen. Der Mittelfeldspieler, der zweieinhalb Jahre Stammkraft im schwarz-roten Dress war, hatte zuletzt nicht mehr die Rolle gespielt, in der sich der 28-Jährige wohl selbst sah.

Bild: So war‘s noch im Oktober: Hakan Gökdemir umarmt nach Abpfiff Trainer David Sawatzki. Jetzt hat der Kapitän seine Freigabe bei der Spvgg. Erkenschwick erhalten. © Olaf Krimpmann
Nach dem schwachen Saison-Start musste Gökdemir weichen, sein Stammplatz war futsch. Später kam Erkenschwicks Nummer sechs kaum noch über Kurzeinsätze hinaus, fehlte dazu zwischenzeitlich auch verletzt. Kurios dennoch: Zu Jahresbeginn hatte es noch geheißen, es werde im Kader keine Veränderungen geben. Jetzt ist ausgerechnet der Ex-Kapitän weg. David Sawatzki: „Wir haben ihm mitgeteilt, dass er in der ersten Mannschaft keine Rolle mehr spielt.“

Der Trainer räumt auf Nachfrage ein, dass ihm der Schritt durchaus schwergefallen sei. „Das war für mich eine neue Erfahrung“, so das Erkenschwicker Urgestein. „Angenehm war das nicht.“ Sawatzki sagt auch, dass er unzufrieden gewesen sei mit der Einstellung seines früheren Kapitäns. Schon im November habe es ein ernstes Gespräch gegeben. „Für Göcki war es natürlich eine neue Erfahrung, dass er nicht mehr Stammkraft war. Aber diese Erfahrung machen andere auch. Einige hängen sich dann besonders rein, bei anderen erkennt man das vielleicht so nicht“, sagt der Trainer.

Zu Jahresbeginn sei damit klar gewesen, dass die Spvgg. Hakan Gökdemir keine Steine in den Weg legen werde und sich der „Sechser“ einen neuen Verein suchen kann.

Stunden nach dem Testspiel beim SV Hochlar 28 war der Trainer in erster Linie froh, dass kein Team Verletzte zu beklagen hatte. Spätestens in der zweiten Halbzeit war‘s am Segensberg eine große Rutschpartie, die keine Sprints und filigrane Stafetten zugelassen hatte. Als Pascal Stock in der 89. Minute mit einem schmerzenden Oberschenkel raus musste, schwante den Verantwortlichen Böses. „Er hat einen Pferdekuss abbekommen, aber zum Glück ist es nichts Ernsteres“, gibt David Sawatzki Entwarnung.

Quelle: Olaf Krimpmann / Stimberg-Zeitung